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7. Dezember 2017

Zentral-Dombau-Verein

Zentral-Dombau-Verein trägt sich in Goldenes Buch der Stadt Köln ein

Anlässlich ihres jeweils 175-jährigen Bestehens haben sich am Donnerstag, den 7. Dezember 2017 der Kölner Männer-Gesangs-Verein (KMGV) und der Zentral-Dombau-Verein (ZDV) in das Goldene Buch der Stadt Köln eingetragen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte beide Vereine zum Abschluss ihres gemeinsamen Jubiläumsjahres zu einem Empfang in das Historische Rathaus der Stadt geladen.

Präsident Michael H. G. Hoffmann und Oberbürgermeisterin Henriette Reker beim Eintrag des ZDV in das Goldene Buch.Bild vergrößernEintrag in das Goldene BuchFoto: Robert Boecker, BergheimMit der Feierstunde in der Piazzetta und anschließend im Hansasaal des Rathauses geht für den ZDV ein ereignis-reiches Jahr zu Ende, das mit zahlreichen Aktionen und Sonderpublikationen gefeiert wurde. Unbestrittene Höhepunkte waren die Teilnahme des Vereins und der Kölner Dombauhütte am Rosenmontagszug, der Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Kölner Philharmonie am 24. Juni und das Pontifikalamt mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am 5. November im Dom. Bei allen Ereignissen war auch der KMGV beteiligt, der dem ZDV seit seiner Gründung eng verbunden ist.

In ihrer Ansprache betonte Oberbürgermeisterin Henriette Reker, dass das Jahr 2017 für die Stadt Köln »ein großes Jahr der Jubiläen« gewesen sei und erinnerte auch an den 50. Todestag Konrad Adenauers und an den 100. Geburtstag von Heinrich Böll. Sowohl der ZDV als auch der KMGV seien Kölner Institutionen, die aus der Stadtgesellschaft nicht mehr wegzudenken seien. Dem ZDV dankte die Oberbürgermeisterin für sein Jahrzehnte-währendes Engagement für den Dom und für die Stadt. Ohne den Verein sei der Dom wahrscheinlich noch gar nicht fertig, so Reker. Heute trage er mit 60 Prozent die finanzielle Hauptlast der Dombauhütte.

Dompropst Gerd Bachner, Präsident Michael H. G. Hoffmann und Dombaumeister Peter Füssenich freuen sich über das 17.000ste Mitglied des Zentral-Dombau-Vereins Bild vergrößernDompropst, Präsident und Dombaumeister Foto: Hohe Domkirche, Dombauhütte, Mira UnkelbachPräsident Michael H. G. Hoffmann dankte für die große Ehrung. Er nutzte die Gelegenheit, an sein vor einem Jahr formuliertes Ziel zu erinnern, innerhalb des Jubiläumsjahres die Mitgliederzahl des Vereins von ca. 13.700 auf 17.500 Mitglieder zu erhöhen. Damals sei er von einigen belächelt worden, doch inzwischen habe der Verein 17.150 Mitglieder. Ganz ist das Ziel damit zwar noch nicht erreicht. »Noch ist das Jahr aber nicht um«, so Präsident Hoffmann. »Werden Sie Mitglied und wenn Sie schon Mitglied sind, dann werben Sie in Ihrer Umgebung … damit der Dom uns bleibt«. Wenn das Ziel erreicht wird, erhalten die Mitglieder 17.485 bis 17.515 als besonderes Dankeschön eine ganz spezielle Dachführung von Dombaumeister Peter Füssenich.

Die Verwitterung des Steines im Strebewerk der Langhaussüdseite und des südlichen Querhauses ist enorm. Daneben gibt es in diesen Bereichen noch viele Kriegsschäden.Bild vergrößernBeschädigte Fiale im Strebewerk des SüdquerhausesFoto: Dombauhütte, M. DemlSchon jetzt bedeutet der Zuwachs von mehr als 25 Prozent neuen Mitgliedern, dass der Zentral-Dombau-Verein in den kommenden Jahren seine Unterstützung für den Dombau um 10 Prozent von bisher 3,5 auf 3,85 Mio. € anheben kann. Das freut den Dombaumeister, da durch die neuen Mittel dringend erforderliche Sanierungsarbeiten wie die Restaurierung des stark verwitterten Lang- und Querhausstrebewerks oder der Turmengel beschleunigt werden können. Eine Daueraufgabe bleibt auch die Restaurierung der mittelalterlichen Glasmalereien und die Teilrekonstruktion der kriegszerstörten historistischen Verglasung des 19. Jahrhunderts. Dringend notwendig sind aber auch vorbereitende Arbeiten zur anstehenden Sanierung der mittelalterlichen Trachytbereiche an Domchor und Südturm.

Matthias Deml